Einige Züchter lassen meist vor Zuchteinsatz ihre Deutschen Pinscher auf “wahrscheinlich erbliche Augenerkrankungen” untersuchen. Inwieweit der Deutsche Pinscher jedoch zu den Rassen gehört, bei denen man Augenerkrankungen als rassetypisch ansieht, lässt sich nicht sagen, da bisher noch keine Analyse der Zuchtpopulation vorliegt, die eine gewisse Erblichkeit in unserer Rasse nachweist und den Deutschen Pinscher somit als prädestiniert für Augenerkrankungen bezeichnet. Die vorsorglichen Untersuchungen sind auf freiwilliger Basis und für 12 Monate gültig. Sie werden von speziellen Augentierärzten durchgeführt. Das Ergebnis der Untersuchung gibt nur Aufschluss darüber, in welchem momentanen gesundheitlichen Zustand die Augen des Hundes sind. Über den genetischen Status sagt diese Ergebnis jedoch nichts aus. Eine 100 % Sicherheit in punkto Gesundheit der Augen hat man trotz gültiger Untersuchung also nicht. Nur mit einem speziell entwickelten DNA-Test liesse sich ein zweifelsfreies Ergebnis nachweisen. Leider steht uns ein solcher DNA-Test noch nicht zur Verfügung. Es wird jedoch danach geforscht.
Nachfolgend weiterführende Links, die sich ausführlicher mit dem Thema auseinandersetzen.

Gesundheit


Das “Dilute-Gen” beim Deutschen Pinscher


Das Dilute-Gen (vom engl. dilution = Farbverdünnung) ist verantwortlich für die Intensität der Fellfarbe, indem es die Anzahl an Pigmenten im Haarschaft beeinflußt. Es handelt sich also um ein Gen, welches für eine "Verklumpung" des Melanins sorgt, das zur Folge hat, dass die Farben aufhellen. Das Gen “D” bewirkt somit eine intensive Pigmentierung, “d” dagegen eine abgeschwächte. Beim Deutschen Pinscher gibt es zwei Varianten der Farbverdünnung “Blau” (= abgeschwächte Farbe von schwarz-roten Deutschen Pinschern) und “Isabell” (= abgeschwächte Farbe von roten Deutschen Pinschern). Weitere Hunderassen bei denen die Farbverdünnung eine Rolle spielt sind: Dobermann, Rhodesian Ridgeback, Großer Münsterländer, Teckel, Zwergpinscher und auch Beagle. Seit 2005 haben wir Züchter die Möglichkeit, den Deutschen Pinscher mittels DNA-Test auf das Dilute-Gen untersuchen zu lassen, um fehlfarbene Welpen zu vermeiden. Ein großer Fortschritt für die Deutsche Pinscher Zucht !! Der DNA-Test gehört zu den Vorsorgeuntersuchungen und ist auf freiwilliger Basis.
Zur Info: Seit Oktober 2008 bietet LABOKLIN in Bad Kissingen ebenfalls einen DNA-Test für den Nachweis der Farbverdünnung (Dilute-Gen) an.
Nachfolgend weiterführende Links, die sich ausführlicher mit dem Thema “Dilution beim Deutschen Pinscher” auseinandersetzen.


Die “von-Willebrand-Erkrankung” Typ 1 beim Deutschen Pinscher

Die ”von-Willebrand-Erkrankung” kurz vWD genannt (= Bluterkrankheit), ist eine der häufigsten vererbten Blutgerinnungsstörungen bei Hunden. Seit Anfang 2006 haben wir Züchter die Möglichkeit, den Deutschen Pinscher mittels DNA-Test auf diese Erkrankung (vWD Typ 1) hin untersuchen zu lassen, um künftige Verpaarungen besser und vor allem sicherer zu planen. Es können somit vWD Merkmalsträger (sprich “Bluter”) in der Zucht vermieden werden. Ein weiterer Fortschritt für die Gesunderhaltung unserer Deutschen Pinscher !! Der DNA-Test gehört zu den Vorsorgeuntersuchungen und ist auf freiwilliger Basis.
Zur Info: Seit 2006 bietet LABOKLIN in Bad Kissingen einen DNA-Test für den Nachweis der “von-Willebrand-Erkrankung” Typ 1 beim Deutschen Pinscher an.

Augenerkrankungen 1


Wahrscheinlich erbliche Augenerkrankungen

Hüftgelenksdysplasie (HD)


Die Hüftgelenksdysplasie (kurz “HD” genannt) ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks in deren Folge es zu schmerzhaften Veränderungen im Gelenk, zu so genannten Arthrosen, kommt. Die HD stellt mit die häufigste Krankheit des Bewegungsapparates dar, egal ob Rassehund oder Mischling. Die HD ist zum größten Teil genetisch bedingt und wird aufgrund ihres polygenen Erbganges und ihrer multifaktionell bedingten Ausprägung von einigen, nicht genetischen Faktoren beeinflusst. Falsche Ernährung (zuviel energiereiches Futter im Wachstumsalter) und falsche Haltung (zuviel Bewegung wie Joggen, Rad fahren, lange Spaziergänge mit Welpen und Junghunden unter 12 Monaten) können die Entstehung und/oder das Fortschreiten der Krankheit begünstigen. Beim Deutschen Pinscher kommt die HD im Allgemeinen sehr selten vor. Die Untersuchung auf HD (Röntgenbild der Hüfte) gehört beim Deutschen Pinscher zur Pflichtuntersuchung für die Zuchtzulassung und soll vor Zuchteinsatz von einem geeigneten Tierarzt durchgeführt werden. Die Auswertung des HD-Befundes erfolgt durch ein offizielles Gutachten durch den Sachverständigen des Pinscher-Schnauzer-Klubs. Zuchtzulassung im PSK erhalten Hunde, deren Auswertung folgende Ergebnisse aufzeigen: HD A1, HD A2, HD B1 und HD B2.

Augenerkrankungen 2

Schilddrüsenwerte beim Deutschen Pinscher


Im Rahmen eines Forschungsprojektes im Jahr 2005 wurde eher durch Zufall erkannt, dass beim Deutschen Pinscher andere Schilddrüsenwerte als normal angesehen werden müssen, was jedoch keine Auswirkung auf die Gesundheit hat. Untersucht wurden 35 Deutsche Pinscher aus Deutschland. Beim Deutschen Pinscher liegen im Vergleich zu Normalwerten anderer Rassen, die Durchschnittswerte höher.

Für den Deutschen Pinscher normale T4-Werte sind:
22 - 57 nmol/l für rote Deutsche Pinscher
32 - 70 nmol/l für Schwarz-Rote Deutsche Pinscher:
(Dr.Sven Reese Uni München)

Hinweis: Je nach Labor können die Werte auch in ng/dl angegeben werden.

Das Problem der blutigen Ohrränder tritt nicht nur bei einigen Deutschen Pinschern, sondern bei den unterschiedlichsten kurzhaarigen Hunderassen auf, wie z. B. Rhodesian Ridgeback, Dackel, Dobermann, Weimaraner ! Leider gibt es derzeit noch kein allgemeines “Allheilmittel”, das bei allen betroffenen Hunden Abhilfe schafft. Es gibt nur verschiedene Behandlungsöglichkeiten, die dem ein oder anderen Hund, mehr oder weniger helfen können.


Ohrrandnekrose beim Deutschen Pinscher

Impfungen bei Haustieren


Immer mehr Tierhalter fragen sich, ob es sinnvoll ist, ihre Haustiere jährlich gegen alles “was man so impfen kann”, auch impfen zu lassen. Die Fragen sind berechtigt, denn eine Impfung bringt nicht nur “Schutz” und “Sicherheit”, sie kann auch gewisse Risiken (Impfreaktionen und Folgeschäden) mit sich bringen, über die jedoch nicht gerne offen gesprochen wird. Unser Motto: Impfen nur soviel wie nötig und so wenig wie möglich !! Wer sich weiter mit dem Thema “Hund und Impfung” auseinander setzen möchte, der findet unter folgenden Links, weiterführende Informationen.

Ohrrandnekrose

Impfung beim Hund

Impfung beim Hund